MITTELSTAND UND KLEINE KONZERNE

Veränderung in Unternehmen
braucht vor allem eines:
Glaubwürdige Argumente.

 

Mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Sie sind innovativ und neugierig. Gleichzeitig sind sie traditionsbewusst und vorsichtig. Ihr Erfolg beruht auf Wissen und Können – oft gepaart mit dem Drang zur Perfektion. Viele von ihnen sind Marktführer oder gar Weltmarktführer in ihren Nischen. Hidden Champions. Sie sind agil und flexibel.

Doch zuweilen sind Stärken auch Schwächen. Anders als Großunternehmen verfügen Mittelständler und kleine Konzerne wegen ihrer schlanken, operativ geprägten Strukturen nicht über die Ressourcen, das Know-how und das Instrumentarium, um Veränderungs- oder Krisensituationen aus eigener Kraft zu bewältigen.

Der Mittelstand ist mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die genau dieses Know-how erfordern

Globalisierung

Fast jeder Mittelständler ist heute Teil internationaler Wertschöpfungsketten. Viele von ihnen gewinnen zunehmend neue Kunden oder Lieferanten überall auf der Welt, eröffnen Niederlassungen oder Produktionsstätten im Ausland und erweitern so ihre Märkte. Doch anderswo ist nicht zuhause. Wer gewollt oder ungewollt an der Globalisierung teilnimmt, muss seine Herangehensweise und Arbeitsabläufe grundlegend ändern, andere Mentalitäten, Kulturen und Sprachen lernen und die Dynamiken fremder Märkte verstehen. Lehrgeld spart, wer sich hier Unterstützung holt.

Industrie 4.0

Effizienz ist der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Die Digitalisierung heute bietet ähnliche Möglichkeiten der Effizienzsteigerung wie in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die Erschließung von Billiglohnstandorten. Doch Industrie 4.0 bedeutet mehr als die Einführung von Software. Auch wenn Produkte und Dienstleitungen gleichbleiben: Industrie 4.0 verändert das gesamte Geschäftsmodell.

Wachstumsfinanzierung

Die meisten Mittelständler sind chronisch unterfinanziert. Spätestens seit der Finanzkrise sind Bankkredite nur gegen oft unsinnige Sicherheiten zu bekommen. Das erschwert Wachstum und Investitionen. Viele mittelständische Unternehmen nutzen daher Beteiligungskapital. Aber neue Mit- oder gar Mehrheitseigentümer bedeuten auch neue Regeln, ein Mehr an Kontrolle und zuweilen auch die Forderung nach Veränderung tradierter Abläufe. Das bietet Chancen und Risiken zugleich. Auf jeden Fall bedeutet es eine einschneidende Umwälzung der Unternehmenskultur, die sorgsam gemanagt werden will.

Unternehmensnachfolge

Vielen mittelständischen Unternehmen mangelt es an Nachwuchs, der willens wäre, in die Fußstapfen der älteren Generation zu treten. Die Folge: Eigentümerwechsel. Und damit verbunden oft völlig andere Vorstellungen über Ziele, Strategien und Management-Methoden. Das stellt für jedes Unternehmen einen tiefgreifenden Kulturwandel dar, der vermittelt und gesteuert werden muss. Sonst gerät das Unternehmen schnell aus der Erfolgsspur.

Innovationsdruck durch Kommoditisierung

Technologien und Produkte, die gestern noch Spezialität waren, sind heute Allgemeingut. Die Kommoditisierung von Know-how schreitet immer schneller voran. Das gilt vor allem für traditionelle Branchen wie Chemie, Elektrotechnik oder Maschinenbau, aber genauso für die IT-Industrie. Die Folge: Mittelständische Unternehmen müssen ihre Innovationszyklen beschleunigen. Das lässt sich lernen, erfordert aber weitreichende Veränderungen im Führungsverhalten und im Selbstverständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nachwuchsmangel

Gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich heute aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Große Konzerne sind bei der Jagd nach Talenten oft im Vorteil, bieten sie doch vielfältige Karrieremöglichkeiten, attraktive Vergütungspakete und vermeintliche Sicherheit. Wenn der Mittelstand da mithalten will, muss er eine besondere Unternehmenskultur schaffen, die Talente anzieht – und dafür auch werben.

Krisen

Vor Krisen ist niemand gefeit. Sie kommt irgendwann in jedem Unternehmen, wie gut das Management und die Eigentümer auch sind. Die Liste der potentiellen Vorfälle ist lang: Unfälle, Umweltkatastrophen, Betrug, finanzielle Schieflage, Entführungen, mangelhafte Produkte und Prozesse. Solche Situationen sind der Ausnahmezustand. Sie sind nicht nur unmittelbare Belastungsproben für das Management und die Betroffenen, sondern können dem Unternehmen nachhaltig schaden, wenn sie nicht umsichtig bewältigt werden. Mit das Wichtigste dabei: Exzellente Kommunikation.

Wir unterstützen unsere Kunden, gewollte und ungewollte Veränderungsprozesse zu managen und zu vermitteln. Immer nach dem Motto: „Überzeugen statt vorgeben.“