PE-PORTFOLIO-GESELLSCHAFTEN

Private Equity: Gute Sache.
Leider mit schlechtem Ruf.

 

Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Private Equity) sind mehr und mehr Motoren profitablen Unternehmenswachstums. Ob Mehrheits- oder Minderheitsbeteiligung: Sie schaffen ihren Portfoliogesellschaften finanzielle Spielräume für Wachstum, Innovationen, notwendige Restrukturierungen und unterstützen die Professionalisierung von Managementprozessen

Doch für die übernommenen Unternehmen gestaltet sich der Übergang in das Eigentum einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft nicht immer einfach. Gerade, weil viele Private Equity Gesellschaften keinen positiven Ruf haben und damit Angriffsfläche bieten.

 

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – oft getrieben durch ihre betrieblichen Interessensvertretungen – fürchten um ihre Arbeitsplätze und Besitzstände.
  • Führungskräfte stehen den Anforderungen der neuen Besitzer skeptisch gegenüber und tun sich schwer damit, ihre Rollen unter den geänderten Rahmenbedingungen zu finden.
  • Kunden sind verunsichert darüber, ob sie auch in Zukunft noch in nachhaltiger Qualität zu fairen Konditionen beliefert werden.
    Lieferanten fragen sich, ob sie in Anbetracht der augenscheinlichen Kapitalnot noch bezahlt werden.
  • Finanzmärkte und potentielle Investoren beäugen die Strategie und seine Implementierung skeptisch.
  • Und Politiker, Gewerkschaften und andere Interessenvertreter nutzen das Engagement von Kapitalbeteiligungsgesellschaften häufig, um Stimmung zu machen und sich dadurch ins Gespräch zu bringen.

Frühzeitiges Veränderungsmanagement und kontinuierliche Kommunikation sorgen für Akzeptanz und Begeisterung bei internen – wie externen Zielgruppen und setzen diffusen Ängsten faktische Gewissheiten und Perspektiven entgegen.

Akquisitionsphase

Was zu Beginn versäumt wird, lässt sich später oft schwer nachholen. Gerade in der Akquisitionsphase müssen die zu übernehmenden Gesellschaften für Klarheit sorgen, um Gerüchten und Stimmungsmache entgegenzuwirken. Mit einer dürren, ausschließlich finanzmarktorientierten Pressemitteilung ist es da nicht getan. Das Engagement von Kapitalbeteiligungsgesellschaften bedarf der andauernden Kommunikationsarbeit und des geduldigen Dialoges mit allen Zielgruppen. Auch hier führt allein Professionalität zum Erfolg.

Wertsteigerungsphase

Die Logik ist immer die gleiche: Wenn Private Equity Gesellschaften sich engagieren, dann erwarten sie überdurchschnittliche Wertsteigerung. Mit anderen Worten: Es wird sich etwas ändern. Ob neue Strategie, Investitionen in neue Märkte oder Produktionsanlagen, ob schärfere Kostenkontrolle oder Restrukturierung – ohne Veränderungsmanagement und die Überzeugung der wichtigen Zielgruppen durch Einbindung und Kommunikation scheitern diese Vorhaben oft. Die Wertsteigerung bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Ausstiegsphase

Die meisten Kapitalbeteiligungsgesellschaften engagieren sich nur für eine begrenzte Zeit. Nach erreichter Wertsteigerung wird die Beteiligung wieder abgegeben. Darauf sollten sich die Portfoliounternehmen und ihre Eigentümer schon frühzeitig vorbereiten und potentielle Investoren von der Werthaltigkeit eines Einstiegs überzeugen. Wer nicht laufend über das Unternehmen, seine Strategie, seine operativen Fortschritte und Perspektiven berichtet, der wird bei der Veräußerung Abschläge beim Preis hinnehmen müssen.

Wir begleiten Portfoliounternehmen von Kapitalbeteiligungsfonds durch alle Beteiligungsphasen und unterstützen damit ganz wesentlich die Wertsteigerung.